Rezension Pechmarie von Petra

Autorin: G. Siema

Rezensentin: Petra

Fazit:

Psychologischer Tiefgang und harte Kost. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt. Die Autorin schreibt so eindringlich, als hätte sie die Geschichte selber erlebt. Wer wissen möchte, was passiert, wenn man als Kind keine Liebe bekommt, sollte diese Geschichte unbedingt lesen.

Titel:

Der Titel lässt erahnen, dass in dieser Geschichte die Protagonistin, wie im Märchen, kein leichtes Leben führt.

Cover:

Das Foto einer Puppe im Schraubstock, brutal, hat aber eine Symbolik, die zusammen mit dem Titel, auf ein ernstes Thema hindeutet. Mich hätte dieses Cover im Buchladen nicht angesprochen, auch wenn es gut auf den Inhalt abgestimmt ist.

Story:

Die Geschichte ist in 3 Teile unterteilt. Es beginnt mit dem harten Alltag der Schülerin Marie, der Vater ist feige und desinteressiert, die Mutter gefühlskalt und brutal. Später kommt ihre Ausbildungszeit in der Klosterschule, die nicht weniger lieblos und herzlos abläuft. Dass ihre Freundin Elfie das gleiche Schicksal teilt, macht es nicht besser. Im zweiten Teil ist Marie ein kleines Kind, hier lernt sie früh, was es heißt ein ohrfeigengeschwängertes Leben zu führen. Nicht mal ihre Großeltern können oder wollen sie retten. Der dritte Teil zeigt dann Marie als Erwachsene. Wieder einmal wird klar, wie sehr die Kindheit uns prägt, aber was genau passiert, sollte jeder selber lesen.

Charaktere:

Marie wirkt oft fast sarkastisch, wenn von ihrem lieblosen Leben erzählt wird. Doch sie nimmt nicht immer die Opferrolle ein, weiß sich nicht nur gegen die ekelhaften Brüder von Elfie zu wehren. Der einzige Lichtblick ihrer Jugend ist die Bibliothek des Städtchens, ihr Garten Eden, aber auch der Ort, wo mit jedem Buch, mit jedem neuen Wissen über die Welt, der Hass und die Wut wachsen. Der Rest ihres Lebens ist eh Kriegsgebiet. Mit 13 verfasst sie einen Brief, wie eine Bewerbung, bietet ihr Können an, auf der Suche nach neuen Eltern. Doch es bleibt Utopie. Am Ende findet Marie ihre eigene Lösung für die Probleme ihres Lebens. Die Lieblosigkeit, Brutalität und Gleichgültigkeit der Eltern ist schwer zu ertragen. Als Leser leidet man mit.

Stil:

Der Schreibstil ist leichtflüssig, gut zu lesen, wenn auch der österreichische Slang gewöhnungsbedürftig ist. Die drei Teile werden nicht chronologisch erzählt, es erschließt sich mir nicht, was die Autorin damit bezweckt. Trotzdem kann der Leser die Gefühle und Gedanken der Protagonistin sehr nah mitfühlen, kann auch die Wahrnehmung der anderen Charaktere aus ihrer Sicht erleben.

Zum Klappentext:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

WordPress.com.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: