Rezension Potztausend von Carry

Potztausend von [Scharp, A.C.]

Autor: A.C. Sharp

Rezensentin:Carry 

Titel/Cover:
Zuerst konnte ich mir unter dem Titel nichts vorstellen. Doch hatte es den Effekt, dass ich neugierig wurde. Am Ende würde ich sagen, dieser war passend gewählt.
Das Cover empfand ich anfänglich eine Spur zu bunt, für das ich eine düstere Lektüre erwartet hatte. Doch beim näheren Betrachten steigerte sich mein Interesse umso mehr.

Klappentext:
Was, wenn man weiterhin Bürgermeister bleiben möchte, die Gemeinde einen aber genauso hasst, wie man sie. Alles nicht so leicht, wenn plötzlich der BND sich meldet und nach einem Schläfer sucht, alte Sünden ans Tageslicht kommen und die eigene Gattin scheinbar grundlos den Streik antritt.

Charaktere:
Die Charaktere fand ich gut beschrieben. Ein Spiegel, der unsere Gesellschaft sehr gut beschrieb. Klischees wurden bedient, aber nicht zu übertrieben, so blieb die Geschichte lebendig und nicht unrealistisch. Die Hauptpersonen wie der Bürgermeister und seine Nachbarn wurden lebhaft illustriert. Man konnte ihre Gesten und Mienenspiel genau vor Augen sehen. Persönliche Zipperlein oder Macken der Personen verliehen dem Erzählten eine humorvolle Note.

Schreibstil:
Geschrieben wurde es in der Sicht: übergeordneter Erzähler. Eigentlich eine Form, die ich als Autor sowie auch als Leser bevorzuge. Was mir nicht so gefallen hat, dass in einigen Kapiteln zu viele ähnliche Personen aufgetreten waren, bei denen man Nachschlagen musste, wer die noch einmal waren. Eine Auflistung am Anfang der Lektüre erwies sich als praktisch. Auch wenn der Schreibstil mit Satire und Humor gespickt war, tat ich mich schwer, hineinzukommen. Trotzdem war es sehr amüsant zu lesen.

Story:
Die Begebenheiten wurden gut und spannend herübergebracht und waren nachvollziehbar. Zuerst dachte man nur, es ginge um die Wahl eines Bürgermeisters, der sein Wohl über das der anderen stellte. Schnell merkte man, dass in diesem kleinen Dorf alles drunter und drüber ging. Ein Netz aus Intrigen und Machenschaften, die man mit dem Geld der Bürger gesponnen hatte, um die Ziele der Amtsträger zu erreichen. Auch Korruption im privaten Bereich blieb nicht aus. Sei es die Nachbarsfrau, die selbst nach Macht strebte oder die der Senioren, die einfach nur ihr Recht mit allen Mitteln erkämpfen wollten. Nicht zu kurz kam dabei die persönliche Gier nach Macht und Anerkennung. Wobei die Kontroversen oft in derben und lustigen Auseinandersetzungen ausgetragen wurden.

Fazit:
1 u 2: Allgemein hatte ich mich für dieses Buch entschieden, da es im Genre: `Schwarzer Humor` beworben wurde. Dem würde ich weniger zustimmen. Es ist gespeist mit düsteren Humor, aber dennoch würde ich es eher als Satire bezeichnen. Für Personen die auf Satire und Polithumor stehen, sicher ein empfehlenswertes Buch. Aber auch für alle anderen.

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